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TU Berlin

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Anthropogene Belastungen des Curuá-Una Staudamms (Amazonien, Brasilien) - Erfassung der Stoffausträge unter besonderer Berücksichtigung der verschiedenen Teileinzugsgebiete

  • Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung; CNPq, Brasilia (SHIFT-Programm)
  • Projektleitung: Priv. Doz. Dr. Günter Gunkel; Prof. U. Lange, Technische Fachhochschule Berlin, Wasserbau; Prof. Dr. D. Walde, Universidade de Barsília, Instituts de Geociencias; Prof. D. J.W. Rosa, Universidade de Barsília, Instituts de Geociencias
  • Bearbeitung: Ing. Cesar Narvaez

Problemstellung
Der Bau von Staudämmen zur Nutzung der Wasserkraft kann zu erheblichen Beeinträchtigungen der Umwelt führen, insbesondere der aquatischen Ökosysteme. Im Rahmen des SHIFT-Programm-es (Studies on Human Impact on Forest and Floodplains in the Tropics) werden die Umweltauswirkungen eines mehr als 20 Jahre alten tropischen Staudammes, des Curúa-Una Reservoir in Amazonien (nahe Santarem/Brasilien) untersucht.

Vorgehensweise
Es werden Landsat-Satellitenbilder ausgewertet und interpretiert sowie gewässerökologische Daten vor Ort erhoben.

Ergebnisse
Nach den Dammschluss begann eine Phase der Eutrophierung des Stausees, das sogenannte 'trophic upsurge'. Doch auch heute noch ist der Stausee auf einem hohen trophischen Niveau, und es ist Sauerstoffmangel in den tiefen Wasserschichten des Stausees festzustellen. Phosphor stellt für die Primärproduktion den begrenzenden Faktor dar. Die Quelle des Phosphors ist der Zufluss des Curúa-Una, in dessen Einzugsgebiet anthropogen ausgelöste Erosion auftritt als Folge von Erosion beidseitig der Transamazonika.

Die Eisenkonzentrationen im Wasser sind sehr hoch und führen an den technischen Anlagen des Wasserkraftwerkes zur Eisenkorrosion sowie zur Versinterung der Dammdrainagen. Die Verfügbarkeit und Verfrachtung des Eisens ist u. a. eine Folge der Eutrophierung.

Die überflutete Vegetation im Staubereich wurde bislang nicht abgebaut und es stehen immer noch die abgestorbenen Bäume im Wasser. Dies stellt eine sehr starke Behinderung des Bootsverkehrs und der Fischerei dar. Die Ursache für den fehlenden Holzabbau liegt im Betrieb des Stausees und der Hemmung der Entwicklung eines Holzzersetzers (einer Fliegenlarve), als Folge der häufigen Wasserstandsschwankungen.

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