direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Anwendung und Optimierung der Uferfiltration und Untergrundpassage als Voraufbereitungsstufe im Rahmen der Trinkwassergewinnung und künstlichen Grundwasseranreicherung

  • Untertitel: Rolle des Redoxmilieus für die Aufbereitungswirkung der Uferfiltration
  • Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. M. Jekel
  • Bearbeitung: Dipl.-Chem. Dirk Bloem
  • Kooperation: TU Dresden, TZW Karlsruhe, Universität Karlsruhe, TU Hamburg-Harburg, IFW Dortmund

Problemstellung
In diesem großen Verbundprojekt sollen verschiedene physikalische und chemische Einflüsse auf die Reinigungswirkung der Uferfiltration beobachtet und ausgewertet werden. Gerade im Berliner Raum ist die Uferfiltration eine wichtige Vorstufe der Trinkwasseraufbereitung. Im speziellen Rahmen dieser Arbeit soll die Wirkung von Mangandioxid auf die Oxidationswirkung von Spurenorganika bei der Uferfiltration untersucht werden. MnO2 besitzt ein hohes Oxidationspotential sowie eine geringe Wasserlöslichkeit und kann aus diesem Grund für eine Vorreinigung des Trinkwassers sehr interessant sein.

Vorgehensweise
In verschiedenen Experimenten mit MnO2 und Probenwässern wurden dessen Oxidationseigenschaften in bezug auf verschiedene Substanzen getestet. Dabei gab es im Laufe des Jahres drei große Experimentreihen:

  1. Untersuchungen zur Rolle von Mangandioxid (MnO2) bei der möglichen Oxidation der schwer abbaubaren organischen Substanzen Iopromid, Sulf(a)methoxazol, Naphthalindisulfonsäuren (1,5 ; 1,7-; 2,7-NDSS).
  2. Batchversuche zur Reaktion von MnO2 mit Phenol und p-Chlorphenol als Modellsubstanzen zur Erstellung einer DOC-Bilanz bei unterschiedlichen Randbedingungen.
  3. Experimente mit unterschiedlichen Huminsäure-Fragmenten (phenolische und Benzo-carbonsäure-Bestandteile) zur Charakterisierung des DOC-Abbaus mit MnO2.


Bei den schwer abbaubaren Substanzen wurde nur eine geringe Abbaurate beobachtet, diese war nur bei anoxischen Bedingungen vorhanden. Somit muss hier davon ausgegangen werden, dass MnO2 nur in einem sehr geringen Maß an der Oxidation von schwer abbaubaren Stoffen im Untergrund beteiligt ist. Bei den Versuchen mit Phenol sowie mehreren Huminstoff-Fragmenten (hier v.a. bei den phenolischen Verbindungen) war hingegen eine deutliche Tendenz zur Oxidation zu erkennen. Alle Experimentreihen fanden bislang im Batchversuch statt, im Jahre 2004 werden v.a. Bodensäulenversuche mit eingelagerten sog. "Greensandfiltern" (manganhaltiges Filtermaterial) durchgeführt, um Bedingungen innerhalb der Uferfiltrationspassage zu simulieren.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe