direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Entwicklung eines Verfahren einschließlich der Technik zum Nachweis und zur Elimination von Wasserasseln und ihrer Exkremente in Trinkwasserleitungen

  • Finanzierung: AiF Programm ‘Pro Inno II’
  • Laufzeit: 01.06.2006 – 31.05.2008
  • Projektleitung: PD Dr. Günter Gunkel
  • Bearbeitung: Dipl.-Ing. Jan Kosmol, Dipl. Biol. Katja Funk
  • Kooperation: Scheideler Verfahrenstechnik GmbH


Problemstellung
Wenn Wasserasseln (Asellus aquaticus) ein Rohrleitungssystem besiedeln, kann dies zu Problemen bei der Trinkwasserversorgung führen: die Exkremente und absterbende Tiere stellen mobiles, abbaubares, organisches Material dar, welches durch Verfrachtung lokal im Versorgungssystem akkumulieren und zu Wiederverkeimung führen kann. Des Weiteren kommt es zu Verbraucherbeschwerden, wenn die Tiere bis zum Wasserhahn oder dem Hausfilter gelangen. Mit derzeit verfügbaren Techniken und Verfahren können Wasserasseln nicht effektiv bekämpft und beseitigt werden. Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer wirksamen Bekämpfungsstrategie der Wasserassel im Rohrleitungsnetz. Diese setzt sich aus einer biologischen Komponente (ökophyiologische Wirksamkeit eines Stressors zur Bekämpfung der Organismen) und mehrerer verfahrenstechnischen Komponenten (Filter zur Detektion der Wasserasseln über deren Kot und zur Entfernung der Wasserasseln während der Bekämpfung, sowie ein Trägersystem für den Wirkmechanismus (Stressor) mit Schleusensystem und Versorgungssystem) zusammen. Aus diesen Kombinationen wird ein Versuchsprototyp entwickelt, der die Funktionalität, Machbarkeit und Wirksamkeit in der Praxis nachweisen soll. Darüber hinaus ist eine Verfahrensstrategie in der Bekämpfung der Wasserasseln zu entwickeln, die den Vermehrungszyklus der Asseln im Rohrleitungssystem berücksichtigt.

Vorgehensweise
Zur Erforschung eines geeigneten Stressors werden zunächst Becherglasversuche durchgeführt. Die Wirksamkeit des Stressors wird dann anschließend in einer Rohrleitungs-Durchfluss-Modellanlage erforscht. Hier werden auch die Auswirkungen der Behandlung auf den Biofilm und die Korrosionsdeckschicht untersucht. Der Kot der Wasserasseln wird sowohl mikroskopisch als auch auf seine chemischen Bestandteile analysiert. Die chemische Zusammensetzung des Kots erlaubt Rückschlüsse auf die bisher weitgehend unbekannte Ernährungsweise der Organismen im Rohrnetz. Um die hygienische Relevanz von Wasserasseln in Wasserversorgungsanlagen zu bewerten, wird die mikrobiologische Qualität von Stagnationswasser aus handelsüblichen Hauswasserfiltern, die mit toten Wasserasseln bestückt wurden, vergleichend untersucht.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe