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TU Berlin

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GEH-REG

GEH-REG: Regeneration von arsenbeladenen Adsorptionsgranulaten aus der Trinkwasseraufbereitung

In vielen Regionen der Erde enthält das Grundwasser geogenes Arsen in gesundheitsgefährdenden Konzentrationen. Um dieses Grundwasser als Trinkwasser nutzbar zu machen, ist eine Aufbereitung notwendig, die sicherstellt, dass der Arsengrenzwert für Trinkwasser (WHO-Richtwert: 10 µg/L As) eingehalten wird. Adsorptionsgranulate auf Basis von Eisenhydroxid werden in Adsorptionsfiltern zu diesem Zweck seit Jahren weltweit erfolgreich eingesetzt. Sie zeichnen sich durch eine hohe Selektivität und Kapazität aus, wodurch in der Praxis eine lange Standzeit der Wasserwerksfilter erzielt werden kann. Bisher ist es dabei gängige Praxis, das Adsorptionsmaterial nach Erreichen seiner Aufnahmekapazität als (Sonder-)Abfall zu entsorgen und durch frisches Granulat zu ersetzen. Im Falle einer ordnungsgemäßen Entsorgung des Granulats wird einerseits sichergestellt, dass der Schadstoff Arsen dem Umweltkreislauf langfristig entzogen wird, andererseits findet mit der Entsorgung des Eisenhydroxids jedoch ein Ressourcenverlust statt, da für die Herstellung von frischem Granulat erneut Rohstoffe und Energie verbraucht werden. Es ist deshalb davon auszugehen, dass eine erfolgreiche Wiederverwendung des erschöpften Eisenhydroxids zu einer deutlichen Entlastung der Umwelt beitragen kann. Hierzu wäre eine möglichst vollständige Abtrennung des adsorbierten Arsens vom beladenen Granulat notwendig, bei gleichzeitiger Wiederherstellung der ursprünglichen Aufnahmekapazität (=Regeneration).

Ziel des Forschungsprojektes GEH-REG ist somit die Entwicklung eines Verfahrens zur Regeneration dieser Eisenhydroxidgranulate am Beispiel des Produkts GEH®. Die Projektbearbeitung erfolgt gemeinsam mit dem Kooperationspartner GEH Wasserchemie in zwei Schritten:

1.       Erarbeitung und Optimierung einer geeigneten Desorptionsmethode zur möglichst vollständigen Rücklösung des gebundenen Arsens sowie Entwicklung eines geeigneten Verfahrens zur Weiterbehandlung der arsenhaltigen Regeneratlösungen im Labormaßstab (TU Berlin)

2.       Übertragung der Verfahren auf den Technikumsmaßstab (GEH Wasserchemie)

Nach erfolgreichem Abschluss des Projekts ist im Rahmen eines zu beantragenden Folgeprojekts die Umsetzung des neuen Verfahrens im Pilotmaßstab in einem oder mehreren Wasserwerken geplant.

Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und ist dem Förderthema „Ressourceneffizienz durch innovative Werkstofftechnologie“ zuzuordnen.

Projektlaufzeit: 08.05.2017-13.05.2018

Projektpartner: GEH Wasserchemie GmbH & Co. KG ( https://www.geh-wasserchemie.de/)

Kontakt: Luisa Rabe, Cornelia Genz

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