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TU Berlin

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Gewässerökologische Beschreibung eines hochandinen Baches in Ecuador - Erfassung der Zonierung und der Gewässerstruktur

  • Finanzierung: Universidad Catolica del Ecuador, DAAD, KAAD
  • Projektleitung: Priv. Doz. Dr. Günter Gunkel
  • Bearbeitung: Biológica Patricia Carrera Burneo

Problemstellung
Große Unterschiede treten in der Struktur der Fließgewässer in Ecuador je nach Höhenlage auf, wobei die hochandinen Gewässer (2.500 bis 4.500 m) bislang nicht ökologisch erfaßt und beschrieben worden sind. Daten zur Zonierung sowie zur Gewässerstruktur bilden jedoch die Grundlage für eine Überwachung der Gewässer, die in Ecuador in späteren Jahren aufgebaut werden muss. Ein kleines Fließgewässer in der Hochandenregion (Rio Itambi) wird unter besonderer Berücksichtigung des Einzugsgebietes, der Gewässerstruktur sowie der chemischen und biologischen Dynamik des Gewässers beschrieben, um Daten zur Biologie der andinen Gewässer sowie zur Gewässerzonierung zu erhalten.

Vorgehensweise
In dem Projekt werden die charakteristischen Parameter für den Typus der hochandinen Gewässer erfasst und in ihrer Bedeutung und Dynamik bewertet (z. B. Abflüsse, Sedimentfracht, Erosion, Gewässermorphologie). Zugleich wird eine Beschreibung des Einzugsgebietes aufgrund von Luftbildaufnahmen und Ortsbegehungen (u. a. Bodenart und Flächenneigung, Vegetation im Einzugsgebiet) durchgeführt.

Ergebnisse
Der Rio Itambi hat eine Länge von 88,1 km (4000 - 2700 m ü NN) und das Einzugsgebiet umfasst 121 km2 mit 101 km Gewässern, davon sind 81 km jedoch periodische Fließgewässer. Große Anteile des Einzugsgebietes weisen eine extreme Steilheit auf (70 % des Einzugsgebietes hat eine Neigung > 25 %). Es herrschen überwiegend vulkanische Aschen vor, teilweise mit Sand- und Schluffbeimengungen. Die Landnutzung umfasst die natürliche Vegetation des Paramo und Ackerbau (Mais, Kartoffeln).

Der Rio Itambi ist ein Hochgebirgsbach mit Geröll im Oberlauf, im Mittellauf tritt eine starke Mäandrierung auf bei einem sandigen Bachbett. Der Abfluss des Rio Itambi unterliegt extremen Schwankungen, bei Niedrigwasserführung tritt ein Abfluss von ca. 100 L/sec auf, während bei starken Regenereignissen extreme Abflüsse zu verzeichnen sind, die zu einer massiven Erosion mit Abbruchkanten von 2 - 3 m Höhe führen.

Die Fauna und Flora des Rio Itambi konnte nahezu vollständig identifiziert werden, und es wurden die Gewässerstrukturen erfasst und kartiert. Anhand der Biocoenose konnte eine Zonierung des Gewässers vorgenommen werden, diese deckt sich mit der Änderung der Gewässerstruktur.

Diese extremen Abflüsse führen offensichtlich zur einer Limitierung der Entwicklung der Fauna und Flora, die entsprechend artenarm ausgebildet ist.

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