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TU Berlin

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Grundwasseranreicherung mit Kommunalabwasser - Entwicklung von Aufbereitungsverfahren für die Wiederverwendung von kommunalem Abwasser, insbesondere zur Grundwasseranreicherung

  • Finanzierung: Bundesmininisterium für Bildung und Forschung
  • Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. M. Jekel
  • Bearbeitung: Dipl.-Ing. Mathias Ernst, Dipl. Chem. Claudia Hartig
  • Kooperation: Tsinghua University - INET, China

Kooperationsprojekt zwischen dem FG Wasserreinhaltung und dem Institut of Nuclear Energy Technology (INET) der Tsinghua Universität, Peking um Fragestellungen der Wiederverwendung von kommunalem Abwasser. Vornehmliches Ziel der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit ist es Lösungen für die dramatische Trinkwassersituation im Nord-Westen der Volksrepublik China sowie Konzepte für die künstliche Grundwasseranreicherung in Berlin zu skizzieren. Dabei wird dem Verbleib der gelösten organischen Verbindungen im kommunalem Abwasser besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Steigende Bevölkerungszahlen und die intensive industrielle Entwicklung werden in Verbindung mit sinkenden Niederschlagsraten in den kommenden Jahren die Wasserknappheit des chinesischen Nordwesten weiter verschärfen. Die Ressource Wasser ist in Berlin zwar nicht in gleicher Weise bedroht, dennoch gibt es hier Anzeichen für eine ähnliche Entwicklung, die sich in Zusammenhang mit sinkenden Sümpfungswassereinspeisungen aus dem Lausitzer Braunkohletagebau in die Spree ergeben. Das Projekt hat folgende Ziele:

Berlin

  • Entwicklung von weitergehender Aufbereitungsverfahren zur Entfernung persistenter organischer Verbindungen (DOC, AOX) aus dem Berlin Abwasser mittels Membrantechnologie (Nanofiltration, Ultrafiltration), Oxidation und Adsorption.
  • Simulation der künstlichen Grundwasseranreicherung (Bodenpassage) mit membranbehandeltem Abwasser in einer Bodensäulenanlage. Ziel ist die weitergehende Charakterisierung des refraktären DOC.
  • Entwicklung neuer Methoden zur Identifizierung von Spurenstoffen (Sulfonamide).
  • Verbleib von Spurenstoffen (Sulfonamide) nach Membranfiltration und Bodenpassage.


Peking

  • Akquisition von Analysegeräten für das Pekinger Labor (Vol. 220 000 €)
  • Wissens- und Technologietransfer von Deutschland nach China bzgl. der neuen Geräte und wassertechnologischer Arbeitsmethoden während eines neunmonatigen Aufenthalts chinesischer Gastwissenschaftler in Berlin.
  • Entwicklung weitergehender Aufbereitungsverfahren im Labormaßstab.
  • Empfehlung eines anwendbaren Konzepts unter Berücksichtigung der Randbedingungen.
  • Empfehlung für ein geeignetes Gebiet zum Aufbau einer Demonstrationsanlage in China.


Das beim BMBF beantragte Folgeprojekt "Weitergehende Entfernung organischer Stoffe aus kommunalen Abwässern und deren Eignung zur Grundwasseranreichung" hat das Ziel in Peking eine Demonstrationsanlage zur Grundwasseranreicherung, auf Grundlage der hier erarbeiteten Ergebnisse zu realisieren. In der zweiten Projektphase wird es zu einer Kofinanzierung durch das Beijing Municipal Engineering Bureau kommen. Voraussichtlicher Beginn der Zusammenarbeit ist Oktober 2000.

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