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TU Berlin

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Reduktive und oxidative Behandlung von Patientenurin und Krankenhausabwässern mit iodierten organischen Röntgenkontrastmitteln

  • Finanzierung: TU Berlin; CONACYT (Mexiko)
  • Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. M. Jekel, Dr. Anke Putschew
  • Bearbeitung: Agueda Solis Tellez

Promlemstellung
Iodierte organische Röntgenkontrastmittel (RKM) werden in hoher Menge bei der Untersuchung von Patienten in Krankenhäusern und Diagnosepraxen eingesetzt (ca. 150 t/a in Deutschland). Es handelt sich um triiodierte und mit weiteren polaren Gruppen substituierte Aromaten, die sehr persistent und polar sind. Innerhalb von 24 h werden die Diagnostika über den Patientenurin ausgeschieden und gelangen mit dem Krankenhausabwasser in die Klärwerke. Da Klärwerke nicht in der Lage sind die Verbindungen zu eliminieren gelangen die iodierten RKM´s über die Vorfluter in die Oberflächengewässer. RKM wurden bereits im Rohtrinkwasser nachgewiesen. Das Projekt befasst sich mit der Lösung des Problems an der Quelle, d.h. der separaten und gesonderten Behandlung des Patientenurins bzw. der Abwasserteilströme von Krankenhäusern. Die gezielte Behandlung der RKM richtet sich auf die Abspaltung der Iodatome (Deiodierung), die chemisch reduktiv oder oxidativ erfolgen kann. Es wird geprüft, ob die (teil)deiodierten Verbindungen besser aerob abbaubar sind.

Vorgehensweise
Zu Beginn soll das Verhalten der RKM bei der Ozonung und bei der chemischen Reduktion über die Wasserstoffkorrosion an Eisen untersucht werden. Der Erfolg der chemischen Reduktion bzw. der Oxidation wird durch Erstellen einer Iodbilanz (AOI, Iodid) verfolgt. Des Weiteren sollen die gebildeten Produkte nachgewiesen werden. Erste Ergebnisse liegen zur chemischen Reduktion über die Wasserstoffkorrosion an Eisen vor.
Erste Versuche zeigen eindeutig, dass durch die Wasserstoffkorrosion an Eisen eine Deiodierung der RKM erfolgt. Der AOI Gehalt nimmt ab und die Konzentration von Iodid nimmt zu. Im weiteren Versuchen wird die Kinetik der Reaktion untersucht werden (Abhängigkeit des pH Wertes, Eisenmenge) und dann die Anwendbarkeit auf reale Abwässer bzw. Urin untersucht werden.

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