direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Untersuchungen zur Ausbildung und Stabilität der Stratifikation des Lago San Pablo, Ecuador

  • Finanzierung: Escuela Politecnica Nacional de Quito, FUNDACYT, Ecuador; Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
  • Projektleitung: Priv. Doz. Dr. Günter Gunkel
  • Bearbeitung: Ing. Cesar Narvaez

Problemstellung
Die hochmontanen Seen in den Tropen weisen eine nur geringe Wassertemperatur bei hoher solarer Einstrahlung auf. Charakteristische Jahreszeiten, wie sie aus den temperierten Zonen bekannt sind, treten nicht auf. Allerdings treten ausgeprägte Tag-Nacht-Schwankungen der Temperatur auf. Die Einflüsse dieser klimatischen Faktoren auf die Stabilität der Gewässer ist noch weitgehend unbekannt, die Kenntnis der Stabilität ist aber Voraussetzung zur Bewertung der Eutrophierungsprozesse in Seen.

Vorgehensweise
Am Lago San Pablo in den Hochanden von Ecuador werden Untersuchungen zur thermischen Schichtung des Sees durchgeführt. Neben einem regelmäßigen Monitoring zur Erfassung der Temperatur- und Dichteschichtung werden zu ausgewählten Zeiten in situ Temperaturdaten über Pt100 Fühler erfaßt, die über einen Datenlogger auf dem See gespeichert werden. Eine Klimastation am Rande des Seen liefert die notwendigen Daten zur Erfassung der Temperatur, des Windes und Niederschlages.

Ergebnisse
Der Lago San Pablo ist ein kalter tropischer See mit Temperaturen < 20°C, der See weist ein monomiktisches Verhalten auf mit einer stabilen thermischen Schichtung von Oktober bis Mai. Eine Phase der Vollzirkulation ohne signifikante Temperaturschichtung tritt in den windreichen Monaten Juni bis September auf. Die Temperaturdifferenz zwischen dem oberen Wasserkörper (Epilimnion) und dem Tiefenwasser (Hypolimnion) während der Stratifikationsphase beträgt nur 2°C während des Tages. Unter Berücksichtigung der Dichte ist diese Schichtung stabil und kann durch normalen Windangriff nicht zerstört werden.

Untersuchungen während des Tagesganges haben jedoch gezeigt, das die nächtliche Auskühlung zur Ausbildung von Konvergenzströmen führt, d. h. das ausgekühlte Oberflächenwasser sinkt in die Tiefe. Diese Konvergenzströme lösen eine kurzzeitige Teildurchmischung aus. Diese nächtliche Teildurchmischung ist abhängig von dem Tagesklima, sie kann aber bis in das Tiefenwasser in 20 m reichen.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe