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TU Berlin

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Bachelor-/Masterarbeit: Vergleich der abiotischen reduktiven Dehalogenierung von Modellsubstanzen

Hintergrund

Zu den organischen Spurenstoffen, die seit längerem im Fokus der Forschung stehen, gehören auch halogenierte Pharmazeutika. Ein Beispiel sind iodierte Röntgenkontrastmittel (RKM), die in hohen Konzentrationen in der Umwelt zu finden sind. Unter aeroben Bedingungen werden die RKM transformiert, wobei in der Regel Produkte mit veränderten Seitenketten gebildet werden. Die dreifach iodierte aromatische Grundstruktur der RKM bleibt erhalten. Unter anaeroben Bedingungen hingegen kann eine Deiodierung auftreten. So wurde eine partielle Deiodierung von RKM für die anoxische/anaerobe Uferfiltration beobachtet. Am Fachgebiet Wasserreinhaltung wurde als mögliche Reaktion eine abiotische reduktive Deiodierung mithilfe von Redoxmediatoren als Katalysatoren im Labor nachgewiesen.

Aufgabenstellung

Im Rahmen der Arbeit soll untersucht werden, ob auch fluorierte, chlorierte und bromierte Aromaten abiotisch dehalogeniert werden können, da sich die unterschiedlichen Halogene in ihrer Bindungsstärke zum C-Atom unterscheiden. Die Batchversuche werden in einer sauerstofffreien Glovebox durchgeführt. Dabei sollen Redoxmediatoren wie Corrinoide (z.B. Vitamin B12) und Chinone (z.B. Juglon) eingesetzt werden. Ziel ist es, sowohl den Einfluss der Halogenart und der Position des Halogens am aromatischen Ring zu ermitteln. Die Modellsubstanzen sollen mit einer Flüssigkeitschromatographie (LC-UV ggf. LC/MS/MS) quantifiziert werden und die freigesetzten Halogenide mit einer Ionenchromatographie mit UV-Detektor (IC-UV). Je nach Umfang kann eine Bachelor- oder eine Masterarbeit angefertigt werden.

Beginn: nach Absprache

Kontakt: Kerstin Gerundt, k.gerundt@tu-berlin.de

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