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TU Berlin

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Bewertung des Grundwassereinflusses auf die Gewässergüte des Lietzensees und des Erfolgs der durchgeführten seeinternen Sanierungsmaßnahme

Der Lietzensee ist ein von Grundwasser gespeistes, relativ flaches Gewässer und liegt im Berliner Ortsteil Charlottenburg des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Der See besitzt eine 6,4 ha große Wasserfläche. Er wird optisch zweigeteilt durch den Fahrdamm der Neuen Kantstraße; lediglich ein schmaler Wasserdurchlass verbindet den nördlichen und den südlichen Teil. Die Wassertiefe beträgt maximal 4,2 m und im Mittel 2,4 m. Die Uferlinie weist eine Gesamtlänge von 1.945 m auf.


Die Uferlinie des Lietzensees ist vollständig als befestigtes Ufer durch eine Konstruktion aus Eichenbohlen und -kanthölzern ausgebaut. Wasserdurchlässiges Trennvlies wurde uferseitig als Sperre an Bohlen befestigt. Die „gut erhaltene“ Uferverbauung ist eine Barriere für die Vegetation und die Lebenswesen im Land-Wasser-Übergangsbereich. Aus diesem Grund ist eine natürliche Uferzone mit ausgedehnten Röhrichtbeständen nicht vorhanden. Der Lietzensee ist durch ein hohes Nährstoffangebot, vor allen an Phosphor, und daraus resultierend sommerlichen Massenentwicklungen von Blaualgen geprägt, die zu einem unansehnlichen Erscheinungsbild und Geruchsbelästigung führen.
Von Oktober bis Dezember 2020 wird die erste Maßnahme der Seesanierung umgesetzt. Dieser besteht aus der Reduzierung des Phosphorgehalts im Freiwasser in Form einer sogenannten In-situ-Phosphatfällung mit Eisen-III-Chlorid in Kombination mit einer Sedimentkonditionierung. Die Sedimentkonditionierung dient der Reduzierung der Schlammproblematik. Dabei wird Eisenoxidhydroxid eingesetzt, um im Sediment entstehenden Schwefelwasserstoff zu binden. Gleichzeitig kann mit einer höheren Eisenkonzentration im Sediment seine Phosphorbindungskapazität erhört werden. Zusätzlich wird Kalziumnitrat direkt aufs Sediment aufgebracht, um die organische Substanz und die organischen Schadstoffe an der Sedimentoberfläche durch die denitrifizierenden Bakterien mit Hilfe des Nitrats
abzubauen. Um den Erfolg der Maßnahme bewerten zu können, wird eine limnologische Begleitung vor, während und nach der Maßnahme durchgeführt.


Ziel der Masterarbeit ist es, die zeitliche Entwicklung der Gewässergüte, den Einfluss des Grundwassers auf die Wasserqualität des Lietzensees festzustellen, sowie den Erfolg der durchgeführten seeinternen Sanierungsmaßnahme in beiden Seebecken zu bewerten.


Die Aufgabenstellung umfasst im Einzelnen:


- Literaturrecherche zum See, zum Einzugsgebiet, zu durchgeführten Projekten und zum Monitoring im Bereich der Gewässergüte und Wasserwirtschaft des Lietzensees.

- Vergleichende Literaturrecherche zu seeinternen Sanierungsmaßnahmen.

- Zeitliche Datenanalyse und Datenauswertung zum Niederschlag im Einzugsgebiet, zum Grundwasserstand und dem Wasserstand im See, mit dem Ziel, den Einfluss des Niederschlags auf den Grundwasserstand und den Seewasserstand festzustellen.

- Zeitliche Datenanalyse und Datenauswertung zur Wasserqualität des Sees und des Grundwassers, mit dem Ziel, den Einfluss der Grundwasserqualität auf die Gewässergüte des Sees festzustellen.
- Bewertung der zeitlichen Entwicklung der Gewässergüte des Lietzensees, insbesondere der Nährstoffe, der Biomasse des Phytoplanktons und Zooplankton.
- Bewertung des Erfolgs der durchgeführten Maßnahme

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Dr. Huyen Le (Thu_Huyen.Le@charlottenburg-wilmersdorf.de)

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