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TU Berlin

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Querschnittsthema Probenaufbereitung

Mit Übergabe der Feldproben (Wässer und Feststoffe) in das Labor beginnt die Probenaufbereitung. Zu beachten sind hier besonders die arbeits- und gesundheitlichen Aspekte im Bereich der Untersuchungen von Abwasser vor allem auch mit Sicht auf die Folgeuntersuchungen. Gegebenenfalls müssen deshalb zusätzliche Desinfektions- oder Sterilisationsverfahren, welche jedoch die Integrität der Probenmaterialien gewährleisten müssen, angewendet werden. Neben der klassischen Dampfsterilisation bei 121°C oder sogar höheren Temperaturen bis 142°C, welche das Aufschmelzen von Polyethylen-Partikeln zur Folge hat, könnten Bestrahlungstechniken (Gamma, Beta Sterilisation) oder eine Sterilisation mit Ethylenoxid oder Plasmaverfahren angewendet werden .

Aufgrund der vergleichsweise geringen Anteile von Mikroplastik-Partikeln an anderweitigen Feststoffen wird absehbar eine direkte Analytik der Wässer und Feststoffe, wie sie in das Labor kommen, nicht aussichtsreich sein. Vielmehr müssen die Feststoffe den Wasserproben zuerst angereichert werden. Dabei steht der Größenbereich ab 1 µm im Vordergrund, wenn die Durchmesser und die Anzahlkonzentrationen der Partikel bestimmt werden sollen. In den Methoden zur Bestimmung der Massenkonzentrationen (in mg/L) wird die Feststoffseparation eher bei größeren Partikeldurchmessern über 10 µm ansetzen, weil die sehr kleinen Partikel keine wesentliche Massenkonzentration ausweisen, jedoch für die biologischen Wirkungen vermutlich besonders wichtig sind.

Ein weiterer entscheidender Schritt der Probenaufbereitung ist die Abtrennung der Mikroplastik-Partikel von allen anderen Feststoffen anorganischer und organischer Herkunft. Dazu sind Trennungen nach der Dichte vorgesehen, d.h. leichtere und schwerere Mikroplastik-Partikel können damit angereichert werden. Die organischen Störanteile der Feststoffe lassen sich voraussichtlich selektiv oxidieren oder enzymatisch behandeln, um sie von den Zielpartikeln abzutrennen. Über einen Austausch von Probenmaterial soll ein direkter Vergleich der Aufbereitungsverfahren ermöglicht werden.

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